Luxusimmobilien

Luxusimmobilienmakler – die Königsdisziplin in der Maklerbranche

Ein Immobilienmakler arbeitet auf Provisionsbasis und verdient prozentual an der Vermietung oder dem Verkauf von Objekten. Je höher der Preis, umso höher ist die Provision und dem entsprechend der Verdienst des Maklers. Für viele Immobilienmakler ist es ein Traum, Premiumimmobilien in ihrem Portfolio aufzunehmen und als Luxusmakler Villen und exklusive Wohnungen an vermögende Klientel zu veräußern. Es gibt nur wenige Makler, die in diesem Segment Fuß gefasst und sich vollständig auf Luxusimmobilien konzentriert haben. Dies liegt nicht unbedingt daran, dass der Markt nicht so groß ist, sondern vor allem an den hohen Anforderungen, die von der gut betuchten Klientel an den Makler gestellt werden.

Nicht nur bei Luxusimmobilien, sondern in jeder Maklertätigkeit spielen das Auftreten, das Erscheinungsbild und das Fachwissen, sowie die rhetorischen Fähigkeiten eine übergeordnete Rolle. Wer einen Vertrag abschließen möchte, muss gezielt auf den Interessenten eingehen und sich zahlreichen Fragen rund um die Immobilie stellen. Handelt es sich nicht um ein klassisches Eigenheim oder eine Mietwohnung, werden die Fragen spezifischer und vom Makler wird viel Know-how verlangt.

Luxusimmobilien

Luxusimmobilien

Wie wird man Premiummakler?

Um im millionenschweren Markt für Luxusimmobilien Fuß zu fassen, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt werden. Jeder Luxusimmobilienmakler hat „klein“ angefangen und eine klassische Ausbildung zum Immobilienmakler absolviert, seine Prüfung abgelegt und Erfahrungen in einem Maklerbüro gesammelt. Später wird in der Regel eine selbstständige Tätigkeit angestrebt, die voraussetzt, dass der Immobilienmakler bereits Kontakte geknüpft und zahlreiche positive Referenzen erhalten hat. In kaum einer Branche ist das positive Image so eng mit der Auftragslage verbunden, wie auf dem Immobilienmarkt. Um an die begehrten und überall auf der Welt verteilten Luxusvillen und -Wohnungen zu gelangen, gehört neben der beruflichen Erfahrung und Kompetenz des Maklers auch ein wenig Glück. Um an eines der begehrten Objekte zu gelangen, muss der Premiummakler sehr engagiert, flexibel und überzeugend auftreten und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Eigentümer von Villen, Schlössern oder erlesenen Wohnungen in den teuersten Regionen der Welt suchen sich ihren Immobilienmakler nach strengen Kriterien aus und wählen den Bewerber, der mit seinem Auftreten überzeugt und in den Augen des Eigentümers ein geeigneter Repräsentationspartner für diese Immobilie ist. Luxuskäufer sind weitaus schwerer zu überzeugen, benötigen eine längere Bedenkzeit und sind besonders anspruchsvoll. Eine intensive Betreuung und fachkundige, sehr persönliche Beratung spielen bei Luxusimmobilien eine besonders wichtige Rolle und setzen voraus, dass ein Premiummakler geduldig, ruhig und mit den gesellschaftlichen Umgangsformen der reichen Kundschaft vertraut ist.

Persönliche Voraussetzungen für den Luxus-Immobilienmarkt

In der Maklerbranche gilt das seriöse, gepflegte und adäquate Auftreten generell als Multiplikator für den Erfolg. Beim Premiummakler gehen die Anforderungen noch einen Schritt weiter, denn das Auftreten, die Ausstrahlung und Rhetorik müssen dem Habitus der Oberschicht angepasst sein. Viel Persönlichkeit und eine immer gepflegte Ausstrahlung, ein Maßanzug oder ein schlichtes, aber hochpreisiges Kleid gehören zum notwendigen Equipment für den Luxusmakler. Weiter nehmen professionelle Fachkenntnisse zum Objekt und der Lage, sowie der Region eine wichtige Position ein. Da die Immobilien nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern zum Beispiel auch auf Mallorca oder Ibiza, hoch über den Dächern der Weltmetropolen und auf ganz anderen Kontinenten liegen, gehören Reisefreudigkeit und Flexibilität zu den wichtigsten Eigenschaften eines Immobilienmaklers in der gehobenen Gesellschaft. Ein Premiummakler benötigt erlesene rhetorische Fähigkeiten und viel Geduld, denn Luxuskäufer nehmen sich viel Bedenkzeit und entscheiden sich nie sofort für ein Objekt. Dementsprechend ist ein Portfolio mit mehreren Angeboten in einer Region von Vorteil, so dass der Immobilienmakler seiner Klientel Vergleichsobjekte zeigen und zu allen Objekten ausführliche Informationen geben kann.

Zuverlässigkeit, Integrität und Diskretion sind drei weitere Eigenschaften, die einen Luxusimmobilienmakler auszeichnen und für ihn zur Selbstverständlichkeit gehören. Um in die gehobenen Kreise zu gelangen und Zugang zum Premiummarkt zu erhalten, muss ein Immobilienmakler lange und hart arbeiten, Referenzen sammeln und sich einen Namen auf dem Immobilienmarkt machen. Oftmals spielt der Zufall eine nicht außen vor zu lassende Rolle, doch lässt er sich mit Marktkenntnis und dem Wissen über zu verkaufende Luxusimmobilien steuern. Wer den Eigentümer der Villa oder des Penthouses mit seinem Auftreten und rhetorischen Geschick überzeugt, erhält den Zuschlag und beweist die Kompetenz, die auf dem Premiummarkt als zwingende Voraussetzung für den Erfolg gilt.

Qualität statt Quantität zahlt sich aus

Immobilienmakler verdienen pro veräußertem Objekt, wodurch sich der Verdienst über die Menge an Vertragsabschlüssen erhöht. Doch sollte es nicht das Ziel sein, ausschließlich auf Quantität zu setzen und dabei die Qualität im Beratungsgespräch mit weniger Beachtung zu bedenken. Denn in der Immobilienbranche basiert der Erfolg auf Empfehlungen und nur der Makler wird weiter empfohlen, dessen Persönlichkeit und fachliche Expertise wirklich überzeugt und den Käufer zu einer Entscheidung motiviert hat. Der Aufbau einer Reputation beginnt bereits nach der Ausbildung und legt den Grundstein, welcher die Karriere als Immobilienmakler stützt und über die Möglichkeiten entscheidet. Eine ausschließlich positive Reputation ist das Ziel eines jeden Maklers, der sich etablieren und vom Immobilienmakler zum Premiummakler aufsteigen möchte. Jeder Kunde hat eine andere Vorstellung von der Dienstleistung, wodurch ein Makler über ein sensibles empathisches Empfinden verfügen und individuell auf seine Klientel eingehen muss. Die Beschleunigung des Vertragsabschlusses gehört nicht zu den Praktiken, die auf dem Immobilienmarkt wirklichen Erfolg und für den Makler selbst einen höheren Verdienst bringen. Eine zukunftsorientierte Perspektive ist die beste Basis, um den Beruf von Anfang an als Berufung zu betrachten und die Passion zur Arbeit mit Immobilien und Menschen in jedem Beratungs- und Verkaufsgespräch überzeugend zum Ausdruck zu bringen.

Innenausstattung von Luxusimmobilien

Innenausstattung von Luxusimmobilien

Schwierige Herausforderungen für Luxusimmobilienmakler

Die Vermakelung von Luxusimmobilien ist für jeden Makler ein Ziel, das einen riesigen Karrieresprung ermöglicht und daher für viele Makler als primäres Ziel gilt. Doch sollte man die Herausforderungen im Luxussegment nicht unterschätzen und sich vor Augen halten, dass die höhere Courtage anhand der Immobilienpreise mit einem höheren Einsatz, einem ganz anderen Auftreten und vielen Fallstricken einhergeht. Nur wer diesem Leistungsdruck gewachsen ist und sich in gehobenen Kreisen nicht fremd fühlt, wird Luxuskäufer überzeugen und ihre Gepflogenheiten in die Maklertätigkeit integrieren können. Die Wortwahl im direkten Gespräch, sowie die Körpersprache gehören zu den wichtigsten Arbeitsmitteln und entscheiden zum großen Teil darüber, ob ein Objekt beim Kunden auf Interesse stößt oder aus der engeren Auswahl gestrichen wird. Hinzu kommt, dass es gar nicht so einfach ist, alternative Objekte zu finden und der Klientel neben der favorisierten Immobilie verschiedene Alternativen zu präsentieren und eine Vergleichsoption zu bieten.

Wer sich im Premiumsegment orientieren und eine Karriere als Luxusimmobilienmakler anstreben möchte, benötigt ein starkes Selbstbewusstsein und sollte sich im Vorfeld darüber im Klaren sein, dass er einen steinigen, mit einigen Hürden gepflasterten Weg beschreiten muss. Nur die Besten erreichen das Ziel und verwirklichen ihren Traum, in der Königsdisziplin der Maklerbranche tätig zu sein und die erlesensten Orte der Welt zu ihrem Arbeitsplatz zu erklären.

Selbstlernen als Alternative

Ausbildung zum Immobilienmakler – Selbststudium als alternative Lösung?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mit Hilfe derer eine Ausbildung zum Immobilienmakler möglich ist. Lehrgänge, Fernstudien, Weiterbildungen oder Regelausbildungen. In einigen Fällen können Interessenten diese Möglichkeiten jedoch nicht wahrnehmen. Etwa weil die Entfernung zur Ausbildungsstätte zu weit ist oder weil die Kosten für die Teilnahme (monatliche Schulgebühren) nicht tragbar sind. Hin und wieder sind es auch Absagen seitens der Lehrinstitute, die für ihr Übriges sorgen.

Alle diese Umstände sind jedoch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Mit der notwendigen Disziplin, einer großen Portion Eigeninitiative und genügend Lernbereitschaft besteht die Möglichkeit, sämtliche Inhalte einer Immobilienmakler-Ausbildung im Selbststudium zu erlernen. Ganz ohne Schule, Ausbildungsstätte oder Lehrinstitut.

Selbstlernen – was benötigst Du auf dem Weg zum Immobilienmakler

Bedenken sollte man aber, dass das Selbstlernen, so ganz ohne Ansprechpartner und Anleitung, nicht für jeden geeignet ist. Zum einen wird viel Disziplin benötigt, zum anderen natürlich Durchhaltevermögen, Lernwilligkeit und Lernfähigkeit. Als Lernender muss man dazu in der Lage sein, sämtliche Inhalte eigenständige zu erarbeiten und zu verarbeiten. Wichtiges muss von Unwichtigem abgegrenzt werden. Man muss dazu bereit sein, sich regelmäßig hinzusetzen, zu recherchieren und zu lernen. Lernerfolgskontrollen sollten unter Eigenregie durchgeführt werden, um den persönlichen Wissensstands zu überprüfen. Hierbei ist natürlich Ehrlichkeit zu sich selbst gefragt.

Neben persönlichen Fähigkeiten und Eigenschaften werden natürlich auch Materialien benötigt. Hier vor allem Fachbücher. Empfehlenswert sind unter anderem Lehrbücher für die Ausbildung zur Immobilienkauffrau oder zum Immobilienfachwirt. Da neben gibt es verschiedene Literatur, die sich mit der Prüfungsvorbereitung beschäftigt und beispielsweise die Prüfungen vergangener Jahre behandelt. Es ist durchaus ratsam, diese Bücher komplett durchzuarbeiten. Sofern etwas nicht vollständig verstanden wird, kann das Internet eine hilfreiche Recherchequelle sein. Auch diverse Foren, die sich mit der Ausbildung und den Inhalten beschäftigen, sind eine hervorragende Anlaufstelle. Gleiches gilt für Facebookgruppen, in denen sich Lernende untereinander austauschen und gegenseitig helfen.

Wir empfehlen jedem, der diesen Weg gehen will ganz klar die Maklerakademie. Dort lernst du von Profis, kannst dich mit anderen Lernenden austauschen, bekommst viele Materialien gestellt und hast immer noch den Vorteil des Selbstlernens.

Selbstlernen als Alternative

Selbstlernen als Alternative

Selbstlernprozess – Wie lange braucht man, um Immobilienmakler zu werden?

Im Selbstlernprozess zu lernen ist ziemlich anstrengend. Sofern ein Grundlagenwissen vorhanden ist, etwa durch eine Vorausbildung im kaufmännischen Bereich, kann natürlich schon deutlich früher an eine Prüfung gedacht werden, als bei nicht vorhandenem Grundlagenwissen. Ferner ist die Dauer der Ausbildung zum Immobilienmakler im Selbstlernprozess von der investierten Zeit und der Lernbereitschaft abhängig. Die einen schaffen es in einem Jahr, andere benötigen dagegen drei Jahre.

Alles gelernt und dann?

Lernende, die der Meinung sind, alles was sie wissen müssen, zu beherrschen, können sich zu einer Externenprüfung bei der zuständigen IHK anmelden. Um an dieser teilnehmen zu können, muss nachgewiesen werden, auf welche Art und Weise sich die Bewerber ausgebildet oder weitergebildet haben. Hierfür ist es sinnvoll, ein kleines Lernprotokoll zu führen, welches anschließend als Nachweis der Leistung dient. Ferner kann es in diesem Zusammenhang ratsam sein, nebenbei an einem Praktikum teilzunehmen. Beispielsweise in einem Immobilienmaklerbüro oder in Unternehmen der Wohnungswirtschaft. Zusätzlich müssen die Prüfungsbewerber eine bestimmte Berufserfahrung haben. Wobei der Beruf an sich nahezu irrelevant ist. Wesentlich sind die geleisteten Jahre.

Unsere Empfehlung:

Ja, es ist möglich sich das notwendige Wissen um erfolgreich als Immobilienmakler durchzustarten selbst anzueignen. Doch dies ist in der Regel nicht empfehlenswert!

Viel besser ist es an Programmen wie der Maklerakademie teilzunehmen und so mit anderen unter Anleitung in den Maklerberuf eingeführt zu werden. Klar, dies kostet etwas Geld. Letztendlich ist die Erfolgschance jedoch viel höher und man verbraucht weniger Zeit.

Will man wirklich die Materie komplett begreifen, so sollte man eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann machen. (Empfehlen wir grundsätzlich jedem unter 20 Jahren!)

Warum ein Praktikum für dich sinnvoll sein kann

Die Ausbildung zum Immobilienmakler besteht größtenteils aus trockener Theorie. Sowohl eine schulische, studentische wie auch eine Fernausbildung. Gleiches gilt für die verschiedensten Weiterbildungs- und Fachfortbildungsangebote der einzelnen Bildungsträger. Sämtliches Wissen wird in Wort und Schrift, zum Mitschreiben und Mitlernen vermittelt. Der praktische Anteil der Immobilienmakler-Tätigkeit bleibt dabei in den meisten Fällen auf der Strecke. Lediglich Fachhochschulen und Universitäten setzen entsprechende Praxis-Praktika für einen erfolgreichen Abschluss voraus. Doch vor allem Schüler einer berufsbildenden Schule oder Fern- und Selbstlernschüler sind auf sich alleine gestellt. Entsprechende Kurse sind zumeist nur mit Unterrichtseinheiten versehen. Umso wichtiger ist es, dass man sich selbst als Lernender um ein entsprechend brancheninternes Praktikum bemüht, das praktische Einheiten einer Immobilienmakler-Ausbildung umfasst. Entsprechende Plätze können in verschiedenen Unternehmen der Wohnungswirtschaft sowie bei privaten Immobilienmaklern vergeben werden.

Vom billigen Praktikanten-Image zur Realität

Praktika´s haben bedauerlicherweise einen weniger guten Ruf weg. Grund hierfür ist die Annahme, Praktikanten würden ausschließlich die unbeliebten Arbeiten, für wenig bis gar kein Geld erledigen. Oftmals ist dies auch tatsächlich der Fall, wobei dies zum einen branchenabhängig und zum anderen natürlich auch führungsabhängig ist. Dennoch haben Praktika´s zahlreiche Vorteile für die spätere Berufsausübung. Praktikanten lernen den Berufsalltag des Immobilienmaklers während des Praktikums deutlich besser kennen, als es in der Schule der Fall ist. Sie erleben selbst den Arbeitsablauf, können sich integrieren und diesem folgen. Einzelne Aufgaben werden detailliert erprobt. Unter erfahrener Anleitung lernen die Lernenden vollkommen neue Aspekte der Tätigkeit kennen. Die bis dahin erlernte Theorie kann in die Praxis umgesetzt werden. Gleichzeitig wird aber auch offensichtlich, dass die praktische Arbeit meist gar nicht so einfacher ist, wie es die Theorie vermittelt. Für die spätere Berufslaufbahn kann ein Praktikum nur förderlich sein, zumal am Ende der Tätigkeit ausführliche Beurteilungen verfasst werden, die auch für anschließende Bewerbungen sehr nützlich sind.

Wenn der Traum vom Immobilienmakler plötzlich platzt

Ein vollendetes Praktikum muss aber nicht zwingend positiv abgeschlossen werden. Hin und wieder müssen auch negative Bilanzen gezogen werden. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn der jeweilige Praktikant erkennen muss, dass die angestrebte Tätigkeit eventuell doch nicht das Richtige ist. Selbstverständlich ist dies kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, sondern ein Grund dafür, nach vorne zu blicken und rechtzeitig andere Wege zu gehen. Weit schlimmer wäre es, wenn eine solche Erkenntnis nach Abschluss einer Immobilienmakler-Ausbildung eintritt, denn in diesem Fall wären viele Monate verloren, die anderweitig hätten investiert werden können. Ein Praktikum für den Beruf des Immobilienmaklers kann also genau zeigen, ob der Beruf tatsächlich der Richtige ist.

Praktikum vor oder während der Immobilienmakler-Ausbildung

Zum einen empfiehlt es sich natürlich, dass ein Praktikum vor der Ausbildung zum Immobilienmakler absolviert wird. In diesem Fall dient das Praktikum der Berufsorientierung und Berufswahl. Hier steht vor allem die Frage im Fokus: „Ist der Beruf des Immobilienmaklers wirklich meine Zukunft?“. Mithilfe eines Praktikums können böse Überraschungen im Voraus vermieden werden. Schließlich wäre es schade, nach der Ausbildung festzustellen, dass es eben doch nicht der Traumberuf ist. Gleichzeitig kann ein abschließendes Zeugnis bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zum Immobilienmakler dienlich sein. Unternehmen und Unternehmer bevorzugen grundsätzlich Bewerber, die im Voraus Erfahrungen sammeln konnten. Ferner wird natürlich auch auf die jeweiligen Beurteilungen und Bewertungen geachtet. Wird das Praktikum besonders gut absolviert, besteht unter Umständen auch eine Übernahmechance im jeweiligen Betrieb.

Zum anderen ist ein Praktikum während der Ausbildung sehr empfehlenswert. Fachhochschulen und Universitäten verpflichten ihre Studenten zu einem Praktikum. Anderenfalls ist zumeist kein Abschluss möglich. In Berufsfachschulen und Fernschulen sind Praktika´s eher nebensächlich. Hier bieten sich beispielsweise die Ferienzeiten für praktische Aufgaben an. Während der Ausbildung sind Praktika´s aufgrund dessen zu empfehlen, da sie die Möglichkeit bieten, das Gelernte in die Tat umzusetzen und praktische Anleitung durch den Praktikumsleiter zu erhalten. Natürlich werden auch in diesem Fall Beurteilungen vergeben, die für anschließende Bewerbungen sehr sinnvoll und nützlich sind. Ferner besteht auch hier die Chance auf eine Übernahme nach der Ausbildung zum Immobilienmakler.

Finanzielles während eines Praktikums als Immobilienmakler

Schüler interessieren sich selbstredend nicht nur für den Sinn und Zweck von einem Praktikum, sondern auch für die finanziellen Aspekte. Hier ist freilich mit Abstrichen zu rechnen. Zum einen gibt es Praktikumsbetriebe, die keine Vergütung leisten. Dies ist insbesondere bei Schülerpraktika´s der Sekundarstufe der Fall, kann aber auch bei geforderten Praktika´s einer Berufsfachschule (sofern gefordert) der Fall sein. Sofern das Praktikum im Zuge eines Studiums absolviert wird, ist eine entsprechende finanzielle Leistung möglich. Allerdings steht das Gehalt in der Regel in keinerlei Relation zum Arbeitsaufwand. In den meisten Fällen liegen Praktikanten-Gehälter weit unter der 1.000EUR-Grenze, was aber kein Grund zur Abneigung sein sollte. Denn im Endeffekt haben Praktika´s in der Immobilienbranche schlicht und ergreifend den Zweck, den eigenen Lebenslauf für die spätere berufliche Laufbahn aufzuwerten. Bewerber können sich einfach besser verkaufen.

Praktikumsplatz finden

Wer sich nun für ein Praktikum in der Immobilienbranche entscheidet, muss natürlich den richtigen Platz finden. Hier empfiehlt es sich, solche Betriebe auszuwählen, in denen später auch gearbeitet werden soll. Wohnungsbaugenossenschaften unterscheiden sich hier zum Beispiel stark von freiberuflichen oder selbstständigen Immobilienmaklern. In nachfolgenden Bereichen ist ein Praktikum für den Beruf des Immobilienmaklers möglich:

+ Grundstückswirtschaft (beschäftigt sich mit der Erschließung und der Vermarktung von Grundstücken)
+ Wohnungswirtschaft (beschäftigt sich mit dem Bau, der Finanzierung und der Bewirtschaftung von Wohnimmobilien. Gleichzeitig werden Wohnimmobilien vermarktet. Man unterscheidet zwischen dem öffentlich geförderten und dem frei finanzierten Wohnungsbau)
+ Gewerbliche Immobilienwirtschaft (Spezialisierung auf gewerbliche Immobilien – Bau, Finanzierung, Vermarktung und Bewirtschaftung dieser)
+ Betriebliche Immobilienwirtschaft (Fokussierung auf betriebliche Immobilien – Bau, Finanzierung, Vermarktung, Bewirtschaftung, Anmietung, Kauf)

Doch nicht nur die Wahl des Betriebs kann entscheidend sein, auch die Wahl des Funktionsbereichs ist relevant. In einer Bewerbung wirkt es deutlich seriöser, wenn sich Praktikanten für besondere Bereiche interessieren. Infrage kommen nachfolgende Bereiche:

+ Grunderwerb
+ Planung und Genehmigung
+ Erstellung
+ Bewirtschaftung
+ Entsorgung
+ Finanzierung

Schlussendlich geht es natürlich auch darum, ausgeschriebene Stellen zu finden. Initiativbewerbungen sind stets willkommen, wenngleich ein vorheriger Anruf mit Bitte um mögliche Informationen über verfügbare Praktikumsplätze nicht schadet. Zudem kann es nützlich sein, sich in einschlägigen Jobbörsen zu informieren.

Bewerbung um ein Praktikum zum Immobilienmakler

Eine Bewerbung um ein Praktikum muss nicht zwingend so umfangreich sein, wie eine Bewerbung um eine Ausbildung zum Immobilienmakler oder eine Bewerbung um einen Vollzeitjob. Allerdings sollte sie mit einem Lebenslauf versehen sein, aus welchem vorhandene Qualifikationen entnommen werden können. Ferner ist es sinnvoll, die eigenen Ambitionen zu verdeutlichen. Warum möchte jemand ein Praktikum zum Immobilienmakler absolvieren? Ferner ist es für Arbeitgeber interessant zu erfahren, was sich Schüler von einem entsprechenden Praktikum versprechen. In einigen Fällen ist jedoch gar keine schriftliche Bewerbung notwendig oder gefordert. Oftmals genügen ein Anruf und ein persönliches Vorsprechen, wobei dies von Unternehmen zu Unternehmen sehr unterschiedlich ist.

Ausbildung zum Immobilienmakler: Individuelle Fördermöglichkeiten nutzen

Eine umfangreiche Ausbildung zum Immobilienmakler kann mit hohen Kosten verbunden sein. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um eine schulische oder studentische Ausbildung handelt. Gleiches gilt für Weiterbildungen oder Aufstiegsqualifizierungen. Anders sieht es dagegen während einer betrieblichen Ausbildung aus. Hier müssen die Lehrlinge in der Regel keinerlei Gebühren zahlen und erhalten zusätzlich ein Lehrlingsgehalt, das gemessen an den durchschnittlichen Ausgaben für den Lebensunterhalt jedoch sehr gering ist. In beiden Fällen – schulische/studentische Ausbildung und betriebliche Ausbildung – bietet der Bund verschiedene finanzielle Fördermöglichkeiten, die in der Regel allen Antragstellern offenstehen und durchaus genutzt werden sollten. Ob Begabtenförderung, Meister-BAföG, Bildungskredit oder Berufsausbildungsbeihilfe: ein Blick auf die Kriterien lohnt sich.

Betriebliche Ausbildung in der Immobilienbranche fördern lassen

Betriebliche Ausbildungen werden branchenunabhängig vorrangig durch die Berufsausbildungsbeihilfe – kurz BAB – gefördert. Wesentliche Voraussetzung ist, dass die Berufsausbildung in einem staatlich anerkannten Beruf stattfindet. In der Immobilienbranche kommt somit beispielsweise eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau infrage. Darüber hinaus darf der Antragsteller während der Ausbildung nicht bei den Eltern oder einem Elternteil wohnen. Ferner findet eine Förderung durch BAB nur dann statt, wenn die Bestreitung des Lebensunterhalts, der möglicherweise anfallenden Fahrtkosten oder sonstige Aufwendungen nicht aus eigenen finanziellen Mitteln bestritten werden können. Dementsprechend findet eine Bedürftigkeitsprüfung statt, bei welcher auch das Einkommen des Ehepartners, des Lebenspartners oder der Eltern berücksichtigt wird. Entsprechende Anträge können über die Bundesagentur für Arbeit bezogen werden. Sofern dem Antrag stattgegeben wird, findet die finanzielle Förderung über den gesamten Zeitraum der Berufsausbildung statt. Interessenten, die sich vorab informieren möchten, ob ihnen BAB zusteht, können den BAB-Rechner der Arbeitsagentur nutzen. Dieser ist unter folgendem Link erreichbar: http://babrechner.arbeitsagentur.de/

Während einer betrieblichen Ausbildung besteht zudem, unter bestimmten Voraussetzungen, die Möglichkeit Kindergeld zu beziehen. Jugendliche und junge Erwachsene haben einen entsprechenden Kindergeldanspruch bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs, sofern sie sich für einen Beruf ausbilden lassen. Hierbei werden nicht nur staatlich anerkannte Ausbildungsberufe berücksichtigt, sondern sämtliche Maßnahmen, die der beruflichen Entwicklung dienen.

Schulische und studentische Ausbildung in der Immobilienbranche fördern lassen

Die betrieblichen Ausbildungsplätze in der Immobilienbranche sind begrenzt. Viele Interessenten nutzen daher die vielfältigen Möglichkeiten einer schulischen Ausbildung. Diese ist grundsätzlich mit teils sehr hohen Gebühren verbunden. Gleichzeitig erhalten die Schüler keinerlei finanzielle Leistungen in Form eines Lehrlingsgehalts. Umso wichtiger sind an dieser Stelle die individuellen Fördermöglichkeiten. Besonders interessant ist an dieser Stelle das BAföG, welches sowohl Auszubildende, wie auch Studenten beantragen können. Bei der Gewährung von BAföG gibt es jedoch gravierende Unterschiede.

Schüler einer beruflichen Ausbildung erhalten das gewährte BAföG als Vollzuschuss. Sie müssen es nicht an die bewilligenden Behörden zurückzahlen. Auszubildende müssen den jeweiligen Antrag beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung stellen. Anders sieht es bei Studenten aus. Sie erhalten die Förderung nur zur Hälfte als Zuschuss. Die andere Hälfte gilt als zinsloses Darlehen und muss nach der beruflichen Einstiegsphase (fünf Jahre nach Beendigung der Ausbildung) zurückgezahlt werden. Die monatliche Mindestrate beträgt dann 105,00 Euro. Die Darlehenstilgung kann über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren erfolgen. Bei Darlehensnehmern, dessen monatliches Einkommen 1.070,00 Euro nicht übersteigt, kann die Rückzahlung vorübergehend ausgesetzt werden, bis sich die Einkommenssituation verbessert hat. Studierende müssen ihr BAföG über die Studentenwerke der Hochschulen beantragen.

Alternative Studienkredit

Da das BAföG nur unter bestimmten Voraussetzungen gezahlt wird und darüber hinaus zumeist elternabhängig ist (vom Einkommen der Eltern abhängig), kann eine Alternative notwendig sein. Insbesondere wenn der jeweilige Antrag abgelehnt wird, lohnt sich ein Blick auf die möglichen Studienkredite externer. Zum einen bieten verschiedene Banken und Sparkassen entsprechende Darlehen, dessen Gesamtbetrag monatlich ausgezahlt wird und somit dem Lebensunterhalt dient. Zum anderen bieten aber auch Fördereinrichtungen Studienkredite, wie zum Beispiel die KfW-Bank. Über die KfW-Bank kann ein Erst- und Zweitstudium, ein postgraduales Studium sowie eine Promotion gefördert werden. Der aktuelle jährliche Zinssatz beträgt 3,91 Prozent. Die Finanzierung ist ohne Sicherheiten und unabhängig vom Einkommen möglich. Der Darlehensbetrag wird monatlich ausgezahlt, wobei die Auszahlungsbeträge zwischen 100 und 650 Euro liegen. Der Bildungskredit der KfW Bank steht allen Studierenden im Alter von 18 und 44 Jahren zur Verfügung.

Weiterbildungen und Aufstiegsqualifizierungen fördern lassen

Nicht nur Azubis interessieren sich für die verschiedensten Fördermöglichkeiten auf ihrem Weg zum Immobilienmakler, auch Personen, die an einer Weiterbildung oder Aufstiegsqualifizierung teilnehmen. In diesem Zusammenhang gibt es abermals unterschiedliche Lösungen. Beispielsweise das Weiterbildungsstipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, welches zum Bereich der Begabtenförderung gezählt wird. Gefördert werden junge Menschen, die ihre Berufsausbildung besonders erfolgreich beendet haben und sich weiter qualifizieren möchten. Ferner bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung Aufstiegsstipendien, die ebenfalls zum Programm der Begabtenförderung zählen und Berufserfahrene bei der Durchführung eines ersten akademischen Hochschulstudiums unterstützen sollen. Beispielsweise Immobilienkaufleute, die Immobilienwirtschaft studieren möchten.

Alternativ kann auch das Meister-BAföG sehr sinnvoll sein. Meister-BAföG richtet sich an Personen, die einen ersten anerkannten Berufsabschluss vorweisen können und sich in der selben Branche fortbilden wollen, beispielsweise zu Fachkaufleuten, Maklern oder Meistern. Allerdings muss die jeweilige Maßnahme auf eines der folgenden Dinge vorbereiten:

+ öffentlich rechtlich geregelte Fortbildungsprüfung gemäß dem BBiG oder der HWO

+ gleichwertige Fortbildungsabschlüsse nach bundes- oder landesrechtlichen Regelungen

+ Fortbildungsabschlüsse, die an anerkannten Ergänzungsschulen erlangt werden (auf Grundlage der staatlich genehmigten Prüfungsordnungen)

Sofern die Voraussetzungen für Meister-BAföG erfüllt sind, wird nicht nur eine erste Aufstiegsfortbildung gefördert, sondern grundsätzlich jede Maßnahme. Die jeweilige Maßnahme muss allerdings mindestens 400 Unterrichtsstunden beinhalten. Auch Fernlehrgänge können unter Umständen über das Meister-BAföG gefördert werden.

Auch das Arbeitsamt kann helfen

Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Personenkreise können ihre Weiterbildung zum Immobilienmakler unter Umständen über die Bundesagentur für Arbeit fördern lassen. Für die Bewilligung muss die Weiterbildung notwendig sein, um der Arbeitslosigkeit zu entkommen beziehungsweise eine androhende Arbeitslosigkeit abzuwenden. Ferner müssen Antragssteller eine dreijährige Berufstätigkeit oder eine Berufsausbildung vorweisen können. Bevor der jeweilige Kurs beginnt, ist eine entsprechende Beratung zwingend notwendig. Weiterhin muss sowohl der Bildungsträger wie auch die Veranstaltung für die Förderung mit einem Bildungsgutschein zugelassen sein. Diese Informationen können über den jeweiligen Träger erfragt werden. Sofern der Bildungsgutschein bewilligt wird, übernimmt die Bundesagentur für Arbeit die Kosten für die Weiterbildung.

Weitere Alternativen sind unter anderem die Bildungsprämie und der Bildungscheck NRW. Bei der Bildungsprämie handelt es sich um eine staatliche Förderung, die darauf abzielt, Weiterbildungsmaßnahmen attraktiver zu gestalten. Die finanziellen Mittel für den Bildungscheck NRW stellt der Europäische Sozialfonds zur Verfügung. Unterstützer ist jedoch das Land Nordrhein-Westfalen. Bei dieser Förderform wird die Hälfte der anfallenden Gebühren (beispielsweise Seminarkosten) übernommen.

Fortbildungskosten von der Steuer absetzen

Sofern eine Förderung der Ausbildung zum Immobilienmakler nicht infrage kommt, können die anfallenden Gebühren (monatliche Schulgebühren, Studiengebühren, Literaturkosten) von der jährlichen Steuer abgesetzt werden. Die jeweiligen Ausgaben sind von den Einkünften aus nicht selbstständiger Arbeit, als Werbungskosten, abzugsfähig. Auch Selbstständige und Freiberufler haben die Möglichkeit, ihre Aus- und Weiterbildungsgebühren steuerlich geltend zu machen. Die Berücksichtigung ist grundsätzlich bis zur Höchstgrenze der Sonderausgaben möglich. Dieser Weg ist vor allem für alle, die sich für ein Fernstudium entscheiden zu empfehlen.

Bestellerprinzip: Immobilienmakler müssen sich neu erfinden

Am 1. Juni 2015 ist das im Vorfeld viel diskutierte und teilweise stark umstrittene Bestellerprinzip in Kraft getreten und die Immobilienwelt verzeichnet bereits erste Veränderungen. Während Wohnungssuchende sich von der Einführung der neuen Regelung geringere Ausgaben erhoffen, sind die im Vermietungsgeschäft tätigen Immobilienmakler eher frustriert. Die Branche fürchtet Umsatzeinbußen und hat mit Existenzängsten zu kämpfen. Einerseits ist das verständlich, da die Immobilienmakler viele Jahre lang ein, meist sehr gut funktionierendes, Geschäftsmodell mit klaren Strukturen hatten. Der Makler wurde vom Vermieter beauftragt und hat den Prozess der Mietersuche übernommen. Am Ende hat jedoch der Mieter der Wohnung die vereinbarte Courtage bezahlt. Über die Jahre haben sich deshalb viele Mieter beschwert und ungerecht behandelt gefühlt. Nur verständlich, wenn der Wohnungssuchende ein Objekt mit 50 weiteren Interessenten für zehn Minuten besucht und letztendlich einen 4-stelligen Betrag zu bezahlen hat. Die guten Eindrücke, die professionell vorbereitete Immobilienmakler hinterlassen, konnten wegen der viel diskutierten negativen Erfahrungen, nicht herausstechen. Jetzt soll das Bestellerprinzip für faire Geschäfte sorgen. Für Wohnungssuchende liegen die Vorteile klar auf der Hand: Wenn sie für die Wohnungssuche einen Makler beauftragen, dann erwarten sie einen seriösen, professionellen Umgang, schnelle Vermittlung und einen persönlichen Service. Dann profitiert der Wohnungssuchende vom Maklerservice und bezahlt mit Vergnügen. Die Änderung des Mietrechts hält auch für die Immobilienmakler neue Entwicklungschancen bereit. Da die positiven Perspektiven für die Branche, die das Bestellerprinzip eröffnet, von den Immobilienprofis selbst oftmals übersehen werden, lohnt es sich diese Möglichkeiten näher zu betrachten.

Was verbirgt sich hinter dem Bestellerprinzip?

Mit dem Inkrafttreten des Mietrechtsnovellierungsgesetzes gilt auch das sogenannte Bestellerprinzip für die Vermittlung von privat genutzten Mietimmobilien. Diese gefürchtete Regelung sieht vor, dass die Provision des vermittelnden Immobilienmaklers nur von seinem Auftraggeber zu bezahlen ist. Kurz gesagt: Wer den Makler bestellt, der muss ihn auch bezahlen. Von dieser Regelung versprechen sich Politiker eine größere Gerechtigkeit bei der Suche nach Mietern und Mietobjekten. Denn bisher hat der Vermieter die Dienstleistung des Maklers sozusagen umsonst bekommen und der Mieter war derjenige, der bei erfolgreicher Vermittlung 2,38 Netto-Kaltmieten zahlen musste. Neben den Änderungen auf Kundenseite wird die Einführung des Bestellerprinzips höchstwahrscheinlich einen Wandel in der Maklerbranche hervorrufen und den Beruf des Immobilienvermittlers für immer neu gestalten. Nur die Zukunft und die kommende Praxis werden zeigen, zu welchen Veränderungen die neue Gesetzesregelung tatsächlich führen wird. Einige Strategien, die für Immobilienmakler vorteilhaft sein könnten, deuten sich aber bereits an.

Um den Maklerberuf weiterhin erfolgreich ausüben zu können, müssen sich die Immobilienexperten ganz neu aufstellen. Neben Risiken und Zukunftsängsten bringt die Einführung des Bestellerprinzips auch viele Chancen für berufliche Weiterentwicklung mit sich. Man muss diese nur erkennen und richtig nutzen. Unter anderem ist es für die Immobilienmakler essentiell, sich durch Seriosität, Qualität und Spezialisierung von der Konkurrenz abzuheben. Gleichzeitig können die Makler auch dafür sorgen, das teilweise negativ geprägte Image ihrer Berufsgruppe aufzupolieren.

  • Woher kommt der schlechte Ruf einer ganzen Berufsgruppe?
  • Imagesteigerung durch konsequente Anwendung des Bestellerprinzips?
  • Chancen erkennen und richtig nutzen
  • Die Initiative ergreifen: Immobilienmakler haben ihr Image selbst in der Hand

Warum hat die Berufsgruppe der Immobilienmakler ein schlechtes Image?

Der Beruf des Immobilienmaklers bringt vielfältige Herausforderungen mit sich. Vor allem der alltägliche Umgang mit den unterschiedlichsten Menschen erweist sich oft als eine komplizierte Sache. Während einige Kunden mit den Diensten des Immobilienprofis vollkommen zufrieden sind, berichten andere von vielen schlechten Erfahrungen. Dabei haben die meisten Makler auch vor der Einführung des Bestellerprinzips gewissenhaft gearbeitet. Da stellt sich die Frage: Warum genießen Immobilienmakler in Teilen der Öffentlichkeit kein hohes Ansehen?

  • Die Vermieter bestellen den Makler, der eine Leistung in ihrem Interesse erbringt, dafür haben bis jetzt jedoch die Mieter zahlen müssen.
  • Unseriöse Makler, die sogenannten „schwarzen Schafe“ der Branche, haben durch dubiose Praktiken (Fake-Inserate, Verschweigen von Nachteilen des Objekts, Massenbesichtigungen) zum schlechten Ruf der Immobilienexperten maßgeblich beigetragen.
  • Provisionen erscheinen zu hoch, weil Mieter nur die Besichtigung mitmachen und unter Umständen den ganzen Aufwand rund um die Objektvermittlung nicht sehen.
  • In Zeiten der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise verbinden manche Menschen mit dem Begriff “ Makler“ zunächst den Börsenmakler.
  • Die Medien vermitteln ein falsches Bild von der Arbeit des Maklers (wenig Arbeit, viel Geld, nur Wohnungstür aufmachen und schon abkassieren).
  • Die Politik hat zum schlechten Maklerimage ebenfalls beigetragen: durch die Fokussierung der Mietpreisbremse auf die Courtage. Immobilienmakler als Sündenböcke für eine verfehlte Wohnungspolitik mit mangelndem Wohnraum.

Unter den Vorurteilen, der negativen Publizität und den unseriösen Branchenangehörigen leidet besonders das Image der Makler bei denjenigen Mietern, die für die Provision der Immobilienvermittler aufkommen müssen und diese Courtage als unangemessen hoch empfinden. Da nach dem Bestellerprinzip künftig der Auftraggeber (also meistens der Vermieter) den Makler bezahlen wird, sollten sich hier theoretisch die ersten Chancen für eine Entwicklung des Maklerimages in eine positive Richtung anbieten.

Imagesteigerung durch konsequente Anwendung des Bestellerprinzips?

Welche Chancen hält das Bestellerprinzip für die Immobilienexperten bereit, wenn sie jetzt ihr Geschäftsmodell komplett umstellen müssen? Es liegt klar auf der Hand: Das neue Geschäftsmodell bietet die besten Perspektiven für eine Imagesteigerung.

Der tatsächliche Aufwand des Immobilienmaklers wird für die Wohnungssuchenden erkennbar

In Zukunft wird der Auftraggeber zahlen, also werden die Vermieter eine persönliche Betreuung, umfassende Beratung und so viele Besichtigungstermine erhalten, bis sie ein passendes Objekt vermittelt bekommen. So werden die Mieter den ganzen Aufwand hinter der Besichtigung mitbekommen und für Leistungen bezahlen, die sie auch als solche empfunden haben.

Gute Referenzen – mehr Aufträge

Vermieter werden ihrerseits die Referenzen der Immobilienprofis besser prüfen, da sie bei einer Beauftragung für die Maklerdienste jetzt aufkommen müssen. Durch die gründliche Überprüfung der Maklerprofile kommen unseriöse Praktiken schneller ans Licht und die schwarzen Schafe der Branche werden entlarvt. Wenn nur engagierte Profis im Geschäft tätig sind, dann wird das Maklerimage allgemein positiv geprägt.

Mehr positive Erfahrungen – besseres Ansehen in der Öffentlichkeit

Nicht unerheblich für das Ansehen der Branche ist es auch, dass die Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt deutlich höher als das Angebot ausfällt, vor allem in Großstädten und Ballungsgebieten. Die Anzahl der Mieter übersteigt die Anzahl der Vermieter ebenfalls. Aufgrund ihrer höheren Anzahl haben die Mieter einen stärkeren Einfluss auf das Image der Immobilienmakler. Wenn die Wohnungssuchenden zufriedener mit den Diensten der Immobilienexperten sind und sich zukünftig weniger über die als zu hoch empfundenen Vergütungen beschweren, wird sich die Wahrnehmung der Branche verbessern.

Voraussetzung für die Imageoptimierung ist, dass sich im Idealfall keine oder zumindest nur wenige Makler auf Methoden zur Umgehung des Bestellerprinzips einlassen.

Chancen erkennen und richtig nutzen

Jetzt heißt es für die Immobilienmakler: neue Perspektiven erkennen, Initiative ergreifen und Chancen nutzen. Die negative Grundhaltung seitens der Maklerbranche gegenüber dem Bestellerprinzip bringt keinem etwas Gutes. Vielmehr sollten sich die Immobilienmakler von der Konkurrenz absetzen, bessere Preise anbieten und neue Wege suchen, um Kunden dauerhaft für sich zu gewinnen.

Guter Ruf und gute Qualität – wichtiger denn je

Der Kunde sucht nach einem zuverlässigen Partner – dieses Prinzip gilt in jeder Branche. Deshalb sollten die Immobilienmakler den Kunden von sich überzeugen. Vor allem für unsichere Kunden, die nur wenige Objekte im Jahr neu vermieten oder selten umziehen, sollte ein zuverlässiger und fachlich versierter Immobilienprofi die Vermittlung übernehmen. Hier machen sich das Image und der gute Ruf, die sich der Immobilienmakler erarbeitet hat, bezahlt. Die hohe Qualität der Dienstleistungen stärkt die Kundenbindung und bildet eine wichtige Vertrauensbasis. Zufriedene Kunden empfehlen ihre Kontakte weiter und der Immobilienprofi kann sich auf Folgeaufträge freuen. Fachwissen und gute Vorbereitung hinterlassen ebenfalls positive Eindrücke. Harte Fakten wie Kauf- und Mietpreis, Nebenkosten und Courtage gehören ebenso dazu wie die Informationen über die Gegend und die Nachbarschaft, die Einkaufsmöglichkeiten und die Verkehrsanbindungen sowie über das Freizeitangebot. Kompetente Antworten auf solche Fragen stellen den Kunden zufrieden.

Die Akquise – Neue Zielgruppen für sich gewinnen

Bisher konnten Immobilienmakler vor allem in Gebieten mit großer Nachfrage und knappem Angebot an Mietwohnungen sich darauf verlassen, dass die einmal akquirierten Objekte wie von selbst vermittelt werden. Das Resultat – viele Inserate im Internet, schlechte Exposés und ein mangelhaftes Informationsangebot. Jetzt können die Makler potenziellen Klienten klar machen, über welche Kompetenzen sie verfügen und dadurch neue Zielgruppen an sich binden. Interessant sind vor allem die Privateigentümer, die den Immobilienmakler als Helfer in der Not betrachten. Komplexe Aufgaben wie die Wertermittlung der Immobilie sowie die Auswahl und Bonitätsprüfung von geeigneten Mietern und Käufern übergeben private Hauseigentümer gern an Immobilienexperten. Die Makler wissen am besten, wie Bewerber ausgewählt und gemanagt werden – insbesondere bei Objekten mit einer großen Anzahl an Interessenten. Um die Aufträge von Kunden, die einen großen Mietwohnungsbestand verwalten müssen, lohnt es sich ebenfalls zu werben.

Leistungsspektrum transparent und deutlich vermitteln

Wenn die Immobilienmakler ihr jeweiliges Leistungsspektrum klarer definieren, dann gewinnen sie das Vertrauen der Kunden durch Transparenz und Flexibilität. So kann der potenzielle Kunde Art und Umfang der Betreuung durch einen fachlich versierten Immobilienmakler ganz individuell zu bestimmen. Der Leistungskatalog vermittelt außerdem ein realistisches Bild vom umfangreichen Dienstleistungsspektrum des Immobilienexperten. Da sieht der Interessent ganz deutlich, was für ein Aufwand hinter der Vermittlungstätigkeit steckt. Die Transparenz dient zur langfristigen Imageverbesserung für die Maklerbranche.

Durch Teil- und Wahlleistungen zum beruflichen Erfolg

Die Vermieter äußern Bedenken gegenüber dem Bestellerprinzip auch deshalb, weil die Suche nach neuen Mietern für sie in Zukunft mit vielen Risiken verbunden sein wird. Wenn sie für die Maklerprovision aufkommen, können sie bei Mietausfall, kurzfristigen Umzügen und Räumigen mit großen finanziellen Verlusten rechnen, da sie die Courtage für das entsprechende Objekt in kurzen Zeitintervallen mehrmals aufbringen müssen. Diese Verluste lassen sich auf eine höhere Miete kaum umlegen. Hier kommt der Immobilienmakler ins Spiel und soll dieser problematischen Situation anhand speziell zugeschnittener Angebote entgegenwirken. So bietet sich zum Beispiel eine Mietausfallversicherung an, die dem Vermieter Sicherheit verspricht. Auch kann der Makler dem Kunden anbieten, kostenlos für neue Mieter zu sorgen, falls ein Mieterwechsel kurzzeitig nach der Vermittlung erfolgt. Teilleistungen optimieren den Maklerservice ebenfalls. So kann der Immobilienexperte nur einzelne Dienste wie Vorauswahl qualifizierter Mieter, Durchführung von Wohnungsbesichtigungen oder Prüfung von Mietverträgen anbieten. Wenn sich der Kunde für ein komplexes Leistungspaket entscheidet, können Preisnachlässe gewährt werden.

Konkurrenzfähig durch Zusatzleistungen

Jetzt kommt die Kreativität ins Spiel: Ein breites Leistungsspektrum und besondere Dienstleistungen steigern die Konkurrenzfähigkeit des Maklers. Spezielle Angebote gewinnen die Aufmerksamkeit der Kunden. Dazu gehören zum Beispiel eine Videopräsentation oder eine 360°-Darstellung des Objektes. Der gut gepflegte Internetauftritt und innovative Werbemaßnahmen erweisen sich ebenfalls als vorteilhaft im Konkurrenzkampf.

Festpreisangebote und überschaubare Dienstleistungen

Obwohl der Mieter jetzt die Provision nur dann bezahlen muss, wenn er selbst einen Immobilienmakler beauftragt, kommt erneut die Frage nach den konkreten Diensten, die der Makler erfüllt. Deshalb lohnt es sich hier, das Leistungsangebot zu überdenken. Durch individuell zugeschnittene Servicepakete zu Festpreisen, Daueraufträge und Staffelpreisangebote hebt sich der Immobilienexperte von der Masse ab und kann dank erfolgsversprechender Geschäftsmodelle seine Konkurrenzfähigkeit optimieren.

Die Initiative ergreifen: Immobilienmakler haben ihr Image selbst in der Hand

Die Immobilienmakler sind jetzt selbst für das eigene Image verantwortlich. Wenn sie konsequent auf Qualität, seriöse Dienste, kundenoptimierte Angebote und alternative Wege für die Akquise setzen, sorgen sie für ihren langfristigen Erfolg in diesem Beruf vor.

Immobilienmakler-Verbände: Für eine seriöse Eigendarstellung und erfolgreichere Perspektive

Der Beruf des Immobilienmaklers ist vielfältig und – bedauerlicherweise – noch immer nicht geschützt. Wie in vorangegangenen Beiträgen erwähnt, kann sich grundsätzlich jeder als Immobilienmakler bezeichnen und dessen Tätigkeiten ausüben. Vor allem für schwarze Schafe ist dies eine exzellente Gelegenheit. Von Gesetzeswegen soll dem natürlich entgegengewirkt werden. An dieser Stelle sei vor allem die Erlaubnispflicht zu erwähnen, laut welcher unter anderem ein tadelloses Führungszeugnis und geregelte wirtschaftliche Verhältnisse notwendig sind. Das alleine reicht aber nicht aus, um Kunden der Immobilienwirtschaft zu schützen. Trotz der Erlaubnispflicht gibt es weiterhin etliche Immobilienmakler, die ihren Job nicht gewissenhaft und im Interesse der Kunden ausüben, sondern lediglich aufgrund der eigenen Profitgier. Oftmals verfügen eben solche Leute nicht einmal über das notwendige Know-how, welches ein qualifizierter Immobilienmakler mitbringt. An dieser Stelle greifen verschiedene Institutionen ein.

RDM, VDM und IVD

An erster Stelle sei der RDM (Ring Deutscher Makler) zu nennen. Hierbei handelt es sich um den ältesten Berufsverband für Immobilienmakler und Hausverwalter. Im Vordergrund stehen die Interessen der Mitglieder und des gesamten Berufsstandes innerhalb der eigenen Region. Für den Verbraucher bietet der RDM ein Vertrauenszeichen. Der RDM agiert mittlerweile seit mehr als 90 Jahren. Damals wurde der Verein als Reichsbund Deutscher Makler in Köln gegründet. Hervorzuheben ist die besondere Struktur des Verbands. Denn Mitglied konnte nicht nur der einzelne Makler sein, sondern insbesondere bestehende Vereine aus der Branche. 1933 wurde der RDM jedoch vorerst aufgegeben. Erst nach 1945 kam es zu einem Neubeginn und einer Etablierung. 1949 gründete sich dann der Ring Deutscher Makler in Berlin wieder. Am 28. August 2004 kam es dann zu einer Fusion. In Kooperation mit dem Verband Deutscher Makler (VDM) entstand der Immobilienverband Deutschland (IDV) Bundesverband der Immobilienmakler, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V. Der IVD gilt somit als Rechtsnachfolger des RDM und des VDM.

Zielsetzungen und Aufgaben des IVD

Seit dem Zusammenschluss von RDM und VDM vertritt der IVD verschiedene Interessen und hat dabei stets feste Zielsetzungen im Visier. Im Vordergrund steht die Förderung und Sicherung der Berufsausübung der Vereinsmitglieder. Mit Fokussierung auf politische Zielsetzungen sollen die Rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen Erfolg aller Mitglieder verbessert und aufrechterhalten werden. Zentrales Thema ist unter anderem die Förderung des Berufsbild-Ansehens. Außerdem arbeitet der IDV an der Verbesserung von Rahmenbedingungen für Marktteilnehmer und Kunden.

Der IDV ist an verschiedenen weiteren Verbänden angeschlossen. Hierzu zählen unter anderem:
+ die Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID)
+ Conféderation Européenne de l’Immobilier (CEI)
+ die Deutsche Gesellschaft für Verbandsmanagement e.V. (DGVM)
+ der Europäische Dachverband nationaler Immobilienbewertungsorganisationen
+ der Europäische Immobilienrat
+ der Internationale Verband der Immobilienberufe
+ der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs
+ der zentrale Immobilien Ausschuss

Als Immobilienmakler Mitglied im IDV werden

Immobilienmakler heben sich grundsätzlich positiv von ihren Mitstreitern ab, wenn diese das IDV-Zeichen tragen dürfen. Geht man nach einer repräsentativen Emnid-Umfrage, achten mehr als dreiviertel aller Verbraucher auf die Verbandsmitgliedschaft von Dienstleistern. Sie betrachten die Mitgliedschaft innerhalb eines Berufsverbandes als Markenzeichen für einen Makler. Dies wiederum steht für Seriosität, Professionalität und Souveränität. Es ist ein Ausweis für Qualität und Garantie. Allerdings kann nicht jeder Mitglied im IDV werden. Voraussetzung für die Aufnahme ist unter anderem die Teilnahme an einer Prüfung, die selbstredend bestanden werden muss. Mithilfe dieser soll das Fachwissen des Antragstellers dargelegt werden. Darüber hinaus muss der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung nachgewiesen werden. Mit diesen Aufnahmebedingungen kommt der IDV vor allem den Interessen der Verbraucher entgegen. IDV-Mitglieder erhalten nach der Erfüllung aller Aufnahmevoraussetzungen ein Verbands-Zertifikat ausgehändigt. Darüber hinaus bietet der IDV seinen Mitgliedern noch weitere Exklusivvorteile, wie zum Beispiel:

+ Vertrauensvorschuss bei den eigenen Kunden
+ Der IDV macht seine Mitglieder bekannt
+ Regelmäßige Fortbildungs-, Seminar- und Vortragsangebote
+ Kostenlose Rechtsberatung (Erstberatung) durch spezialisierte und erfahrene Anwälte

Immobilienmakler-Ausbildung: Schon jetzt an später denken

Wer also als Immobilienmakler tätig werden möchte und dabei das Vertrauen seiner Kunden gewinnen will, sollte auf eine Mitgliedschaft im IDV keinesfalls verzichten. Ein Aufnahmeantrag kann direkt nach der jeweiligen Ausbildung gestellt werden. Sofern ein anerkannter Berufsabschluss in der Immobilienwirtschaft, ein Bachelor-Abschluss oder andere gleichwertige Abschlüsse nachgewiesen werden, verzichtet der IDV in der Regel auf die Fachkundeprüfung. Sofern das vorhandene Fachwissen nicht eindeutig belegbar ist, ist eine Fachkundeprüfung als Aufnahmevoraussetzung unumgänglich.

Körpersprache Verkaufsgespräche

Verkaufsgespräche durch richtige Körpersprache meistern

Das direkte Gespräch mit dem Kunden, Präsentationen von Immobilien und natürlich auch Verhandlungen über Konditionen und Möglichkeiten: Als Immobilienmakler ist der direkte Kundenkontakt ein wichtiges Verhandlungsmittel. Wer die eigene Körpersprache dabei nicht im Griff hat verschenkt viele Möglichkeiten. Denn nur mit dem Wissen um die eigene und die Körpersprache des Gegenübers können Verhandlungen erfolgreicher und somit lukrativer gestaltet werden.

Die nonverbale Kommunikation im Überblick

Neben unserer Stimme sind vor allem der Körper und die Mimik wichtige Faktoren für die eigene Glaubwürdigkeit. Erst wenn Stimme, Ausdruck und Körperhaltung übereinstimmen und genau auf das gewünschte Ziel abgestimmt sind, kann ein Erfolg bei Gesprächen und Verhandlungen positiv beeinflusst werden. Vor allem die Körpersprache ist bei vielen Menschen unbewusst eher zurückhaltend und strahlt wenig von der Souveränität aus, die ein erfolgreicher Immobilienmakler benötigt. Unterteilen lässt sich die Körpersprache in verschiedene Gruppen: Die Mimik, die Gestik und die Haltung. Jede dieser Komponenten trägt wesentlich zum Erfolg bei und beeinflusst selbstverständlich, wie wir von unserem Gegenüber wahrgenommen werden. Wichtig ist bei der Beherrschung und Kontrolle der Körpersprache, dass alle Elemente den gleichen Inhalt ausdrücken. Passt die Mimik nicht zur Körperhaltung oder drückt alles außer den Gesten Selbstbewusstsein und Sicherheit aus, so wirkt man auf sein Gegenüber unecht und somit nicht vertrauenswürdig. Trainieren Sie dementsprechend gezielt Ihre Körpersprache und vermeiden Sie dabei gekünstelt zu wirken.

Die Körpersprache trainieren

Ehe wir Ihnen nahelegen, worauf Sie bei der Körpersprache zu achten haben, sollten Sie sich klar machen, dass Sie nur mit beständigem Training ein besseres Gefühl für Ihr Auftreten und Ihre Körpersprache erlangen werden. Binden Sie Freunde und Familie mit ein und führen Sie mit diesen Präsentationen und Verhandlungen. Nehmen Sie diese am besten mit einer, wenn nicht sogar mit zwei Kameras auf. Nun können Sie im Nachgang ihre eigene Körpersprache analysieren und sich von Ihrem Gegenüber Tipps geben lassen. Falls Sie mit dieser Methode nicht weiter kommen, sollten Sie gegebenenfalls ein entsprechendes Seminar zur Körpersprache und Verhandlungssicherheit in Augenschein nehmen. Die Arbeit mit einem professionellen Trainer kann den nötigen Impuls oftmals besser vermitteln. Doch kommen wir nun zur eigentlichen Körpersprache und ihrem Wert für einen erfolgreichen Immobilienmakler.

Die Mimik – kleine Veränderungen mit großer Wirkung

Vor allem den Augen kommt bei der Mimik eine wichtige Bedeutung zu. Nicht nur die Häufigkeit des Blickkontaktes ist entscheidend, sondern auch die Art und Weise wie die Augen bewegt werden. Da es besonders wichtig ist auf den Gesprächspartner offen und ehrlich zu wirken, sollten Sie regelmäßig Blickkontakt aufnehmen. Vermeiden Sie dabei allzu langes oder intensives Starren, denn dieses vermittelt Dominanz. Entspannte Augen, die gerne auch von einem Lächeln begleitet werden können signalisieren Offenheit und Ehrlichkeit. Hoch gezogene Augenbrauen und ein Blick in Richtung Decke vermitteln oftmals das Gefühl von Schuldbewusstsein und Unehrlichkeit. Ein ehrliches oder zumindest ehrlich gemeintes Lachen oder Lächeln nimmt Ihren Gesprächspartner schnell von Ihnen ein. Das Lächeln beschränkt sich dabei jedoch nicht auf den Mund, sondern wird vor allem an den Augen am intensivsten Wahrgenommen. Eine Corona aus Lachfältchen um die Augen lässt jedes Lachen und Lächeln natürlicher wirken. Wenn Sie dies vor dem Spiegel üben werden Sie schnell die Unterschiede erkennen können. Auch die Atmung spielt bei der Mimik eine große Rolle. Egal wie aufgeregt Sie sind oder in welch heiklem Stadium die Verhandlungen sich befinden. Atmen Sie ruhig und tief ein und aus und lassen Sie das dabei entstehende Gefühl die Oberhand gewinnen. Dies entspannt Ihre Gesichtszüge zusätzlich und vermittelt Ihrem Gegenüber das Gefühl einer ruhigen und vor allem selbstsicheren Ausstrahlung.

Die Mimik Ihres Gesprächspartners – kleine Zeichen richtig deuten

Viele Elemente der Mimik lassen sich jedoch nicht immer bewusst steuern. Diese kleinen Zeichen können Sie jedoch zu deuten lernen und somit in Verhandlungen und Gesprächen echte Vorteile erhalten. So können Sie ihre Argumentation und Ihren Vortrag an der Mimik Ihres Gegenübers ausrichten und gegebenenfalls schnell die Stoßrichtung ändern, wenn Sie auf ablehnende Merkmale stoßen. Fest zusammengepresste Lippen deuten auf Widerspruch oder Wut hin. In jedem Fall kommt hier eine Ablehnungshaltung zum Ausdruck, welche sich bis auf das Hirn weiter auswirkt. Weitere Argumente werden nur zögerlich und schleppend aufgenommen. Sehen Sie dieses Zeichen bei Ihrem Gesprächspartner ist es an der Zeit auf unverfängliche Themen zu wechseln und dem Gesprächspartner Zeit zu geben sich neu zu sortieren. Das kurzfristige Heben und Erweitern beider Nasenflügel ist ebenfalls ein Zeichen, dass Ihr Gesprächspartner mit Teilen Ihrer Argumentation nicht einverstanden ist. Da diese kurze Bewegung vom limbischen System gesteuert wird, ist diese ein guter Indikator für einen Wechsel der Argumentationslinie oder den Wechsel auf einen neuen Themenkomplex.

Die Körperhaltung – Selbstbewusstsein in Rücken und Schultern

Die Haltung des gesamten Körpers kann viel Ausdrücken. Selbstbewusstsein auszustrahlen ist wirklich einfach. Eine aufrechte Körperhaltung, die Schultern entspannt abgesenkt und den Rücken durchgedrückt: So sehen Sieger aus. Achten Sie darauf sich bei Gesprächen Ihrem Gesprächspartner gerne mit dem ganzen Körper zuzuwenden. Sich leicht vorzubeugen signalisiert Aufmerksamkeit und Interesse. Der Kopf sollte dabei im Idealfall eine Ebene mit dem restlichen Körper bilden. Denn andere Haltungen können oftmals als Schwäche oder Unsicherheit ausgelegt werden. Hochgezogene Schultern und ein dazwischen eingezogener Kopf signalisieren vor allem Angst, Unsicherheit oder Unzugänglichkeit. Leicht hochgezogene Schultern, oftmals mit einem schräg gelegten Kopf kombiniert zeugen von Unsicherheit und Unentschlossenheit. Mit einer solchen Haltung signalisieren Sie ihrem Gegenüber, dass Sie selber nicht von der von Ihnen vorgestellten Lösung oder Immobilie überzeugt sind. Kein guter Ansatzpunkt für Verhandlungen. Sie präsentieren Ihren Kunden schließlich die besten Immobilien, die Sie für diese finden konnten. Zeigen Sie dies mit Ihrem Körper und dessen Körpersprache und Sie werden eine spürbare Verbesserung ihrer Erfolge erleben. Achten Sie verstärkt bei sich und Ihrem Gegenüber auf sogenannte Schutzgesten. Wer lügt oder bei etwas Unechtem oder Unrechtem ertappt wird, der neigt automatisch zu sogenannten Schutzgesten. Frauen fassen sich in diesem Fall an den Ausschnitt, offensichtlich um die eigene Kehle zu schützen. Männer neigen hingegen zum Griff in den Nacken. Solche Gesten zu entdecken und zu analysieren kann Ihnen bei Verhandlungen spürbare Vorteile verschaffen. Lernen Sie Ihren Blick auf die kleinen Dinge zu richten und Ihren Gesprächspartner abseits aller Worte zu analysieren und somit zu beeinflussen.

Die Gestik – Hände und Arme richtig nutzen

Die Hände sind nicht nur unser wichtigstes Werkzeug, sondern entscheiden auch stark über unsere Wirkung auf andere Menschen. Bereits der erste Kontakt erfolgt in der Regel über die Hände. Ein Händedruck kann bereits viel über das Gegenüber verraten und sollte daher ebenfalls geübt und geprobt werden. Im Idealfall sollten die eigenen Hände warm und trocken sein, wenn es zu einem Händedruck kommt. Wer zu kalten Händen neigt, kann diese vor dem Treffen in der Tasche aufwärmen oder unauffällig aneinander reiben. Schwitzige Hände sollten in jedem Fall vermieden werden. Diese fühlen sich nicht nur unangenehm an, sondern vermitteln auch einen Eindruck von Nervosität und Unsicherheit. Lieber die Handinnenfläche vor dem Händeschütteln unauffällig an der Kleidung trocknen. Doch nicht nur die Beschaffenheit der Hände sondern auch die Form des Händedrucks ist entscheidend. Wolle Sie Ehrlichkeit und Vertrauen vermitteln, sollten Sie stets einen festen Händedruck vermitteln. Dabei kommt es nicht auf die Kraft an. Vermeiden Sie es also zu feste zuzudrücken, da diese Geste oftmals eher Dominanz ausstrahlt und beim Gegenüber nur sehr selten zum Erfolg führt. Ein ehrlicher Händedruck überzeugt durch gleichmäßig festen Druck und die Tatsache, dass der Gesprächspartner ebenfalls einen Widerstand in der Hand fühlt. Niemand mag einen schlaffen oder zu weichen Händedruck. Dies gilt übrigens auch für Frauen unter den Immobilienmaklern. Ein kräftiger Händedruck kann bereits frühzeitig die eigene Kompetenz unterstreichen.

Seien Sie offen und dem Gegenüber zugewandt

Die Haltung Ihrer Arme und Hände kann im Gespräch viel vermitteln. Nach unten gerichtete Handflächen, fest geschlossene Fäuste oder vor der Brust verschränkte Arme signalisieren immer Ablehnung und sind für Verhandlungen nicht zuträglich. Nutzen Sie die Vielfalt der Möglichkeiten, die uns von der Natur gegeben wurden. Unterstreichen Sie Argumente mit Gesten, dirigieren und komponieren Sie so Argumentationslinien, die sowohl von Ihrer Stimme als auch vom ganzen Körper mitgetragen werden. Nach oben offene Handflächen, unterschiedliche Gesten mit den Fingern und eine offene Haltung dem Gesprächspartner gegenüber vermitteln Sicherheit und unterstreichen die Wichtigkeit Ihrer Argumente noch zusätzlich. Fangen Sie jedoch bitte nicht an zu zappeln. Nicht jedes Argument und jeder Teil eines Gespräches muss mit Gesten unterstützt werden. Der wohl dosierte Einsatz dieser Gesten lässt diese noch wichtiger erscheinen und macht mehr Eindruck bei Ihrem Gegenüber. Vermeiden Sie vor allem an Teilen Ihrer Kleidung oder ihren Fingern zu zupfen oder an diesen herum zu spielen. Diese kleinen, oftmals vollkommen unaufmerksam erfolgenden Bewegungen sind Zeichen von Nervosität und Stress. Je stärker solche Bewegungen und Gesten ins Licht rücken, umso schwieriger wird es einen Kunden zu überzeugen. Denn hier passen Argumentation und Körpersprache nicht zusammen und sind für das Gegenüber ein ernstes Warnsignal.

Üben, Üben und nochmals Üben

All diese verschiedenen Teile der Körpersprache zu beherrschen kann sich als äußerst schwierig herausstellen. Aus diesem Grund müssen Sie Gespräche mit Kunden so oft üben wie nur möglich. Wann immer Sie die Chance dazu haben sollten Sie darüber hinaus diese Übungslektionen mit einer Kamera aufnehmen. Dies hilft Ihnen nicht nur dabei die eigenen, oftmals vollkommen automatisch erfolgenden Bewegungen zu kontrollieren, sondern schärft auch Ihren Blick für die Körpersprache im Allgemeinen. Nutzen Sie alltägliche Situationen wie die gemütliche Tasse Kaffee am Vormittag oder das Bier nach Feierabend um die Menschen um Sie herum zu beobachten. Lernen Sie die kleinen und oftmals kaum zu sehenden Zeichen der Körpersprache zu sehen und zu analysieren. Wenn Sie dies oft und intensiv genug tun, wird dieses Verhalten Ihnen in Fleisch und Blut übergehen. Sie werden bei Gesprächen und Verhandlungen automatisch ein Gespür für Ihr Gegenüber bekommen und können somit deutlich effektiver präsentieren und verhandeln. In Kombination mit der Beherrschung der eigenen Körpersprache sind Sie somit in der Lage effektiver und schneller zu Abschlüssen zu kommen und Ihre Kunden von Immobilien oder deren Lage überzeugen zu können.

Die Beherrschung der eigenen Körpersprache ist in einem Berufsfeld wie dem des Immobilienmaklers enorm wichtig. Durch einen gezielten Einsatz dieser Elemente können Sie Ihre Abschlussstärke verbessern und somit selbstverständlich ganz automatisch Ihr Einkommen ausbessern. Unabhängig davon, ob Sie nun Angestellt oder Selbstständig sind: Die Beherrschung und Kontrolle der eigenen Körpersprache wird Ihr Erfolgspotential als Immobilienmakler und damit auch ihr Gehalt spürbar verbessern.

Immobilienmakler werden: Grundsteinlegung nach der Schule

Spätestens mit dem letzten Schuljahr kommt die Frage auf: „Was mache ich später einmal beruflich?“ Die Suche nach einem geeigneten Ausbildungsberuf und einem entsprechenden Ausbildungsplatz beginnt. Der angestrebte Beruf soll möglichst Spaß machen, dauerhaft interessant sein und eine ansprechende Zukunftsperspektive bieten. Die Immobilienwirtschaft gewinnt in diesem Zusammenhang zunehmend an Bedeutung. Viele Jugendliche streben eine Lehre in der Immobilienbranche an. Hierbei empfiehlt es sich grundsätzlich, mit einer staatlich anerkannten Ausbildung zu starten. Warum dieser Beruf so faszinierend ist, lässt sich unter www.immokaufleute.de nachlesen.

Staatlich anerkannte Berufsausbildung in der Immobilienbranche

Zahlreiche Jugendliche träumen von einem direkten Start als Immobilienmakler. Bei dem Immobilienmakler an sich handelt es sich jedoch um keine staatlich anerkannte Ausbildung. Oftmals handelt es sich hierbei um Quereinsteiger oder aber um Immobilienfachleute oder ausgebildete Kaufleute mit Zusatzqualifikation. Grundsätzlich empfiehlt sich der zuletzt erwähnte Werdegang. Für eine langfristig positive Zukunftsperspektive sollte eine grundständige Ausbildung, mit staatlicher Anerkennung oberste Priorität sein. Jugendliche, die später einmal als Immobilienmakler tätig sein möchten, haben vielfältige Möglichkeiten, um dieses Ziel mit fundierten Fachkenntnissen zu erreichen. Beispielsweise empfehlen sich Berufsausbildungen zur Immobilienkauffrau beziehungsweise zum Immobilienkaufmann. Alternativ bieten sich kaufmännische Lehren an, die zum Beispiel zum Abschluss Kaufmann/-frau für Büromanagement führen.

Als Immobilienkauffrau/-mann in den Immobilienmarkt starten

Bei dem Beruf der Immobilienkaufleute handelt es sich um eine staatlich anerkannte Berufsausbildung mit einer Lehrdauer von drei Jahren. In der Regel erfolgt die Ausbildung in dualer Form. Ein ausbildendes Unternehmen ist somit, neben der Berufsschule notwendig. In diesem Zusammenhang erhalten die Azubis auch eine monatliche Vergütung, die zwischen 760 Euro und 980 Euro liegt (abhängig vom Ausbildungsjahr und Unternehmen). Rein rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung festgeschrieben. Somit kann sich jeder, unabhängig von seinem Schulabschluss, Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhoffen. Allerdings haben die ausbildenden Unternehmen bestimmte Vorstellungen und Erwartungen. Im Jahr 2013 gab es insgesamt 2.877 Ausbildungsanfänger. Hiervon konnten gerade einmal drei Prozent lediglich einen Hauptschulabschluss vorweisen. Ein Prozent der Azubis erhielt sogar ohne einen Hauptschulabschluss die Chance auf eine Berufsausbildung zum Immobilienkaufmann beziehungsweise zur Immobilienkauffrau. Im Vergleich dazu konnten 72 Prozent der Ausbildungsanfänger die Hochschulreife vorweisen. Dieser Trend zeigt sehr deutlich, was die Ausbildungsbetriebe von ihren Lehrlingen erwarten. Ein Blick in die Jobbörse kann aber auch ohne Abitur nicht schaden. Unabhängig vom vorhandenen Schulabschluss sollten die Bewerber gute bis sehr gute Noten in den Fächern Mathematik, Wirtschaft und Deutsch vorweisen.

Falls es mit der Ausbildung zur Immobilienkauffrau oder zum Immobilienkaufmann nicht klappt, gibt es verschiedene Alternativen, die sich ebenfalls als Grundstein für eine spätere Karriere als Immobilienmakler/-in eignen. Eine Ausbildung zur Bankkauffrau, zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen mit Fachrichtung in der Finanzberatung oder zur Kauffrau für Büromanagement.

Bankkaufmann/Bankkauffrau als erste Alternative

Eine Ausbildung im Bankenwesen eignet sich vor allem als Alternative für Abiturienten. Von 13.044 Ausbildungsanfängern im Jahr 2013 mussten 71 Prozent die Hochschulreife vorweisen, wenngleich es auch hier rein rechtlich keine bestimmte Vorbildung gibt. Nur 28 Prozent der Azubis wurden mit mittlerem Bildungsabschluss angenommen. Wie in der Ausbildung von Immobilienkaufleuten achten die Unternehmen verschärft auf die Zeugnisnoten in den Fächern Mathematik, Deutsch und Wirtschaft. Sofern man sich für diese Alternative entscheidet, empfiehlt sich die Bewerbung bei Ausbildungsunternehmen, die nicht nur Finanzdienstleistungen zu ihrem Portfolio zählen, sondern ebenso die Immobilienverwaltung. Ein Start in die spätere Tätigkeit als Immobilienmakler kann damit deutlich erleichtert werden. Im Gesamten dauert die Ausbildung zum Bankkaufmann beziehungsweise zur Bankkauffrau drei Jahre. Wobei sowohl der schulische wie auch der betriebliche Ausbildungsteil inbegriffen ist. Die monatliche Bruttovergütung im ersten Lehrjahr liegt zwischen 876 und 888 Euro. Im zweiten Jahr erhalten die Azubis 933 bis 948 Euro. Im letzten Ausbildungsjahr sind es schließlich 989 bis 1007 Euro pro Monat.

Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzen mit Fachrichtung in der Finanzberatung als zweite Alternative

Als zweite Alternative empfiehlt sich eine Ausbildung in der Versicherungs- und Finanzbranche, wobei die Zahl der jährlichen Ausbildungsanfänger hier deutlich weiter unten liegt. 2013 lernten gerade einmal 237 Jugendliche den Beruf „Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzen mit Fachrichtung in der Finanzberatung“. Hiervon wiesen 61 Prozent das Abitur, 31 Prozent die mittlere Reife, sieben Prozent den Hauptschulabschluss und ein Prozent keinen Schulabschluss vor. Zu den wichtigsten Schulfächern zählen abermals Deutsch, Mathematik und Wirtschaft. Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Während dieser Zeit kann eine monatliche Bruttovergütung zwischen 894 und 1029 Euro erwartet werden.

Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement als dritte Alternative

Abschließend kann auch eine Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Büromanagement als erster Weg in die Immobilienbranche genutzt werden. Die Chancen auf eine Lehre sind hier schon alleine aufgrund dessen deutlich erhöht, dass eine Ausbildung in nahezu jedem Wirtschaftszweig möglich ist. 30.003 Azubis ließen sich 2013 im Büromanagement ausbilden. Lediglich 33 Prozent mussten eine Hochschulreife vorweisen. Bei 52 Prozent genügte die mittlere Reife. Zwölf Prozent wurden sogar mit Hauptschulabschluss und zwei Prozent ohne Hauptschulabschluss eingestellt. Auch die finanziellen Aspekte können sich sehen lassen, wobei hier vor allem der Wirtschaftszweig von Bedeutung ist. Industrie- und Handelsunternehmen zahlen ihren Lehrlingen zwischen 742 und 975 Euro pro Monat. Handwerksunternehmen vergüten dagegen zwischen 543 und 797 Euro monatlich. Im öffentlichen Dienst gibt es zwischen 823 und 922 Euro monatliche Bruttovergütung. Wer sich für diesen Zugang in die Immobilienbranche entscheidet, sollte den Fokus insbesondere auf Industrie- und Handelsunternehmen legen, wobei auch der öffentliche Dienst sehr interessant und aufschlussreich sein kann. Bürokaufleute müssen neben Kenntnissen in Wirtschaft, Mathematik und Deutsch auch gute bis sehr gute Kenntnisse in Englisch vorweisen. Für den späteren Einstieg in die Immobilienwirtschaft ist das von großem Vorteil, denn damit kann nicht nur die nationale, sondern ebenso die internationale Immobilienbranche bedient werden.

Keinen Ausbildungsplatz gefunden? Wie wär´s mit einem Studium?

Für Hochschulzugangsberechtigte, die keinen geeigneten Ausbildungsbetrieb gefunden haben oder eine Lehre erst gar nicht in Betracht ziehen, kann ein Studium sehr interessant sein. Etwa ein betriebswirtschaftliches Studium mit Fachrichtung Immobilien oder ein grundständiges Immobilienwirtschaftsstudium, dessen Regelstudienzeit zwischen sechs und acht Semester beträgt. In der Immobilienwirtschaft sind auch duale Studiengänge möglich, sodass neben der trockenen Theorie auch Praxiswissen vermittelt wird.